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Hier ist er, der Tour-Bericht unserer    „B M W  –  P Y R E N Ä E N –     „

Eines muss ich gleich zu Beginn festhalten – 13 Tage, 4.512 Km, das ist ein „Schlauch“, in den sich kein ungeübter Biker zwängen sollte, d. h. es war eine richtig anspruchsvolle Tour für jeden von uns Vier! 

Wir hatten uns entschieden, den gebirgigen, wilden Streifen zwischen Frankreich und Spanien bzw. zwischen Atlantik und Mittelmeer (die PYRENÄEN) mit den Bikes zu durchstreifen und zwar „von Wasser zu Wasser“.

Da die DB den Reisezugbetrieb nach Narbonne eingestellt hat (eine Sauerei, die wir auf’s Schärfste verurteilen!) und wir unsere Kisten nicht per Anhänger nach Narbonne karren wollten, blieb uns nichts anderes übrig, als die Anfahrt in dieses wilde Gebirge auf zwei Rädern anzugehen. Mit diesen Bildern, die wir uns bei der Planung anschauten, erübrigt sich jeder Motivator!

       
                        

Beim näheren Betrachten stellten wir fest, dass das Terrain zwischen der Heimat und den Pyrenäen viele Möglichkeiten bietet, sich abwechslungsreich zu bewegen und dazwischen auch noch einige Highlights anzuschauen. Und so wurde bereits die Anfahrt für uns zum wahren Kurven-Gaumenschmaus. Wir hatten uns schon vor Monaten getroffen und den Plan abgestimmt und so war die Route schnell in GARMIN und eine Excel-Liste gemeißelt. Erstes Ziel bei der Anfahrt waren die uns sehr wohl bekannten Vogesen.

Und am Montag, 24.06.2019 Punkt 08:00 Uhr hatten wir uns versammelt – mit nur einem Ziel vor Augen – den PYRENÄEN !


Tag 1         

Weil wir am ersten Tag gleich mal 395 km vor den Rädern hatten, entschlossen wir uns zum Einstieg den schnellen Weg über die A8 / A5 bis Lahr zu fahren. Und dann ging es bereits ins Kurvengewirr der schönen Vogesen. In Obernai geht’s dann Richtung „Le Hohwald“ zum Col du Kreuzweg, weiter zum Col du Steige, Col du Bonhomme, weiter direkt zum Col de la Schlucht, weiter über den Col de Grosse Pierre, (den Col d’Oderen, den Col de Busseang und den Col du Ballon ließen wir links liegen) immer in Richtung Arcey, L’Isle-sur-le-Doubs,
direkt hinein in die Montagnes Du Lomont, süd-westlich Besancon – nördlich Belfort. Dann bis „Baumes-les-Dames“ immer dem Flüsschen „Le Doubs“ entlang bis dann endlich der winzige Ort Ougney-Douvot kommt – genau dort lag unser Ziel.

  Der erste Stopp in Sainte Croix aux Mines.

Eine Riesenbaustelle erwartete uns beim Bar-Restaurant „Brasserie de la Schlucht“. Träubleskuchen musste trotzdem sein!..
  

Wer viel fährt, braucht (wie auch das Vieh) etwas Wasser! Der dritte Stopp war am „Col des Croix“ fällig.
 

Die wunderschönen Südvogesen kannten wir schon von unzähligen Wochenend-Touren. Dort entschieden wir uns für die „Auberge Chez Soi“ in QUGNEY-DOUVET. Im Nachhinein können wir festhalten – es war eines der schönsten Unterkünfte auf der Tour. Wir wurden sehr herzlich empfangen und vier große Bier standen nach wenigen Minuten auf dem Tischchen der Außenterrasse. ……vorbildlich!!!
  <<<<<<<<<< Unsere Auberge Chez Soi.

        

Wie man sieht, war auch für unsere Bikes bestens gesorgt – vorbildlich! Und hier das Drumherum….

Unser „Kleinster“ brauchte erstmal eine Auszeit…
Leider hat der Koch des „Chez Soi“ montags frei und deshalb wir gezwungenermaßen einen Fußmarsch von 1,5 km vor uns – nix Auto !
Nach anfänglichen „Verständigungsproblemen“ bekamen wir dann in dem empfohlenen Restaurant endlich etwas zwischen die Zähne – es war superlecker, sodass keiner von uns Zeit hatte, Bilder zu machen!

Was uns aber noch mehr überzeugte, war diese Sorgfalt, mit der Nicole und Dirk Vercammen dieses alte Weingut restauriert hatten. Mit sehr viel Liebe zum Detail schufen sie eine wunderbare Oase der Ruhe. Nur um einen Eindruck zu geben, habe ich folgende Anekdote: Auf die Frage nach den Zimmerschlüsseln bekam ich von Nicole die Antwort – „Wir haben keine Schlüssel, hier im Haus haben wir Vertrauensbasis“ . Das haben wir bisher noch nirgends so erlebt. So gepuscht, entwickelte sich eine Stimmung, die man getrost als „locker-flockig“ bezeichnen kann. Schon beim morgendlichen „Frisch machen“ ließ Ralf ein Lied aus dem Handy erschallen (!), das uns auf der ganzen Tour begleiten sollte. Niemand würde vermuten, dass vier ausgewachsene, auf Rock’n Roll stehende  Mannsbilder einmal ein Titel von Nana Mouskuri trillern würden, aber es passte einfach:
„Guten Morgen Sonnenschein, guten Morgen Sonnenschein“ begleitete uns täglich, weil uns die Sonne auf der ganzen Tour treu blieb und sich nur am letzten Tag für eine Stunde von einigen Regenwolken verdrängen ließ. So ein konstantes Wetter wünschen wir uns jetzt für jede Ausfahrt!.

Die Auberge liegt in einem Flusstal (namens Doubs) an der Grenze zur Schweiz, Nähe Besancon und die Natur dort ist nahezu unberührt. Leider übernachteten wir Montag auf Dienstag und die Küche hatte ausgerechnet am Montag Ruhetag, sodass wir in einem schönen Biergarten im 1,5 entfernten Ougney-Douvot unser Abendessen einnahmen mussten. Aber auch das einzige (!) Restaurant im Ort QUGNEY-DOUVENT und deren Abendessen hat uns vollkommen zufrieden gestellt – Note „ausgezeichnet“.
24.-25.06.2019 – Wen’s interessiert schaut hier:
http://www.chez-soi-france.com/de/vorstellung

 

Tag 2   Dienstag, 25.06.2019
Am nächsten Morgen ging es, nach einem leckeren Frühstück, in Richtung ARDECHE. Unser GARMIN hatte die Tages-Tour mit 490 Kilometer angezeigt. Das heißt – wir mussten „Strecke“ machen. Von daher mussten unsere Bikes bzw. deren Reifen 430 Autobahn-Kilometer ertragen. Ein langweiliges Unterfangen! Die restlichen 65 Km ergaben sich für die Anfahrt von Ougney-Douvot zur Autobahn und von der französischen A7 – Abfahrt Montélimar-Süd – „Donzère“ in die Ardeche.

Die erste Pause nahmen wir auf der Autobahn-Raststätte kurz vor Valence.
  wir konnten die Säulen nicht nutzen: 

Und dann war es so weit, an der Ausfahrt Montélimar-Süd, direkt bei „Donzère“ –  bogen wir ab – runter von der Betonpiste und ab in Richtung Ardeche. Die Temperaturen sprachen für’s Motorrad !

Und gleich in Donzére erhaschten unsere wachsamen Augen einen Super Market. Den suchten wir auf, um uns mit ein Paar Fläschen Wein und (ganz wichtig bei dieser Bullenhitze) natürlich einigen Flaschen alkoholfreiem Wasser zu versorgen. Ich erwähne dies deshalb, weil ich das Thema noch einige Male in diesem Bericht aufgreifen werden muss!?

Direkt an der Ardeche hatten wir uns das zweite Highlight ausgesucht – wir wohnten mit direkter Sicht auf’s Wasser, d. h. von unseren Balkonen bis zum Flüsschen „Ardeche“ waren es gerade mal 50 Meter – einfach spektakulär.

 
 
kurzes Bad gefällig –  – eine Abkühlung war auch absolut notwendig!
  Das Abendessen auf der Terrasse war sehr lecker!

25.-26.06.2019 – seht selbst: https://www.prehistoric-lodge.com/j30/en/

Die Umgebung war wirklich einmalig – mit direktem Blick auf die Windungen der Ardeche. Da ließen wir es uns nicht nehmen, einen kuhlen Sprung ins nicht mal so kalte Wasser zu wagen! Die Motorräder standen zwar im Freien, aber sicher und das Abendessen nahmen wir auf der Terrasse bei +28 Grad ein – alles supergenial – das ist  U r l a u b !

 

Tag 3    Mittwoch, 26.06.2019
Wir wurden von unserer „Prehistoric-Lodge“ mit einem ausgezeichneten, sehr leckeren Frühstück verabschiedet.
             
Heigoo sorgt für Ordnung im Zufahrtsverkehr!
Nachdem wir am Vortag viele Autobahn-Kilometer „geschrubbt“ hatten, warteten die nächsten Tagen nur noch Kurven auf uns. Gott sei Dank !

Losfahren und gut! Aber sehr weit kamen wir nicht, weil uns die Ardeche immer wieder „einfing“ – mit tollen Ausblicken und atemberaubenden Eindrücken. Auf der Straße, entlang dieses wunderschönen Flüsschens, das sich wie eine Schlange in die Ardeche-Schlucht gewunden hat, hielten wir noch zwei mal an, um alles ins Bild zu fassen. Aber seht doch selbst.
<<<<<Blick, zurück auf unsere Lodge !
1. Stopp: 

2. Stopp:
Und dann , dieser Ausblick, der uns alle fesselte  –  einfach  s u p e r !

Dann aber Gas geben und ab in Richtung der Languedoc. Unser Ziel dort, war die wunderschöne historische Altstadt von CARCASSONNE.

Aber bis dahin lagen noch 340 Landstraßen-Kilometer vor uns. Das Navi gab geschlagene 7,5 Stunden reine Fahrzeit an – also dann mal ran an den Gasgriff! Den ersten STOP mussten wir gezwungenermaßen einlegen – ohne Sprit läuft auch ein BMW-GS-Motor nicht!
Hier der Nachweis:

Beim zweiten STOP ging es nicht um unsere Kisten, sondern um unsere Magensysteme, die seit geraumer Zeit wie wild rebellierten. Auf dieser Route kamen eine ganze Ewigkeit nur Kurven, Kurven und nochmals Kurven. Außer uns vier waren aber auch noch andere „Racer“ unterwegs. Von hinten hörte ich ein tiefes Blubbern eines 8 oder 10-Zylinder-Motors. Tja, ein Blick in den Rückspiegel bestätigte mir, dass meine Ohren doch noch ganz in Ordnung sind (meine Frau wirft mir immer vor, dass ich endlich mal meine Schwerhörigkeit behandeln lassen sollte!?). Einem Westfield Seight V8 hatten sich ein Porsche GT3, ein Lamborgini Spyder und ein BMW M3 angeschlossen. Die vier fuhren was das Zeug hält und waren aus meiner Sicht mehr als „gefährlich“ unterwegs. Sie schnitten die Kurven, als ob die Strecke als Einbahnstraße freigegeben war. Wir ließen sie passieren und beobachteten deren Fahrweise von hinten – das war unserer Meinung nach viel gesünder! Wer mehr sehen möchte – schaut sich das Geschehen auf der KBB-Videoseite – dort stelle in Kürze ein Video ein.

Bisher gab es nirgendwo auch nur der Anschein einer Bar bzw. eines einladenden Lokals, in dem man sich erfrischen und ggf. auch die Bauchhaut spannen konnte. Wir hatten Glück, gleich hinter Mons gab es direkt auf der Hauptstraße eine kleine Grill-Bar. Einladend unter Kastanienbäumen, zwar mit primitivem Rohrgestell-Möbel, aber wie sich alsbald herausstellte, gab es eine sehr leckere hausgemachte Bratwurst mit Pommes für ganz kleines Geld.

Auf die Stadt „CARCASSONNE“ waren wir alle gespannt. Die mussten wir uns ansehen. Gut, das ist zwar ein Touristenspektakel erster Klasse, aber was es in der Altstadt bzw. innerhalb des Stadtgemäuers zu sehen gibt, beeindruckt wahrlich.
   UNESCO – Weltkulturerbe – Respekt !
Ausblick vom Hotel:
        
Kurz vor unserem Spaziergang hatte es kurz geregnet und die Burg empfing uns mit einem wunderschönen Regenbogen !


  Zu wem beten denn die Drei? Bestimmt zum Kurven-Gott!
        

Nach einem ausgiebigen Spaziergang im alten Gemäuer entschlossen wir uns gleich um die Ecke in einem Gartenlokal zu essen. Der Kellner gab uns allerdings unmissverständlich zu verstehen, dass heute alles etwas langsamer läuft und wir auf das Essen und auch auf die Getränke mindestens 20 Minuten warten müssten. Hat dann auch genauso zugetroffen. Später stellte sich heraus, dass zwei Bedienungen ausgefallen sind und er die ganze Wirtschafterei alleine schmeißen musste – Respekt.
Das sind überbackene Muscheln mir haben sie sehr gut geschmeckt – eben „Made in France“.
Meine Freunde waren von der Bratwurst mit Pommes am Mittag mehr beeindruckt!
26.-27.06.2019 – Hier unser Hotel Espace Cite** – seht selbst:  https://www.hotel-espace-cite.fr/fr/galerie-photos.html

 

Tag 4  Donnerstag, 27.06.2019

Von CARCASSONNE aus war es nicht mehr weit bis zum Gebirgszug der „Pyrenäen“. Bei bester Stimmung genossen wir das Frühstück auf der Dachterrasse und mit einem letzten Ausblick auf die beeindruckende Festung.

Die heutige Tages-Tour schlug aber dennoch mit 352 Landstraßen-Kilometern und 7 Stunden reiner Fahrzeit zu. Das war ein ordentliches Stück Arbeit. Ihr müsst wissen, dass auf der geplanten Strecke, kaum 250 Meter geradeaus gingen! Doch die ersten Kilometer nach Carcassonne gestalteten sich noch verhältnismäßig flach. Und dann kam die erste Tankpause.
Jürgens linker Stiefel war bereits am 4. Tag platt!

Danach hatten wir kaum durchgeatmeten, war schon der erste Pass in Sicht. Der Weg führte uns über Andorra zu dem schönen Bergdorf (oder auch die Bergstadt) SORT. Dazwischen hatten wir selbstverständlich noch einige Col’s zu überwinden.

Wir dürfen vorstellen – Lu, unser Schrankenwärter !


Vor den Riesentieren am „Col de Pailheres“ (2.001m) hatte Ralf  einen mordsmäßigen Respekt!  Bei der Weiterfahrt umkreisten sie uns so permanent, als ob sie sagen wollten – bleibt doch noch etwas hier!

Und kurze Zeit später lud Andorra zum zollfreien Einkauf ein. Also PAUSE! Und Ralf schlug gleich mal zu. Die neueste elektrische Zigarettentechnik zum Sensationspreis musste mit ins Handgepäck. Dazu natürlich sämtliches Zubehör, sodass seine drogenlastigen Bedürfnisse, zumindest auf der Tour Befriedigung fanden. Die Sonderangebote hielten sich allerdings in Grenzen, sodass wir (Heigoo, Lu und ich) nur an einem kühlen Erfrischungsgetränk Gefallen finden konnten.

An dieser Stelle stand ich das letzte Mal im Juni 2008 mit meinen Möglinger Motorradfreunden – hier hat sich absolut nichts verändert!
  

Die Straße kurz vor SORT ist eine einzige Rennpiste – genial ausgebaut und ein Kurvenparadies, das nur ein Kurven-Baumeister-Gott gebaut haben kann. Eine einzige Sensation! SORT ist ein Ort voller Sportler – Mountainbiker und Wildwasserpaddler fühlen sich hier zuhause. Und wie vermutet, kamen wir gerade richtig, denn junge Sportler aus allen Herrenländern trafen sich hier, um sich im Wildwasser zu messen. Natürlich gab es auch unzählige Biker, aber ich denke, die waren weit in der Minderzahl, wobei bei den Bikes eindeutig die GSsen die Oberhand hatten.

Übernachtet haben wir mitten im Ort – im schönen Hotel**** Pessets & Spa. Bei +38 Grad Pistentemperatur ist es schön am Spätnachmittag die Füße baumeln zu lassen und unsere Körper im Pool abkühlen zu lassen – das war mal richtig GEIL.

Nach dieser anstrengenden Tagesetappe hatten wir vor allem den Pool ganz besonders genossen – Unser Kleinster fand ihn Extraklasse!


Wem gehören denn diese verdreckten Zweirad-GSsen? Uns ganz sicher nicht, denn die standen in der abgeschlossenen Tiefgarage.
  Das waren die Maschinen der extraharten Spanier, die es bevorzugten, sich im Freestyle zu üben.

Gegessen haben wir nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung abends dann im Ort. Wie angekündigt, hatten sich die Wildwasserpaddler der ganzen Welt in SORT getroffen, um sich zu messen. Es war natürlich ein Riesen-Spektakel.


  Das ist ein spanischer Bierkorken – Prädikat: sehr empfehlenswert.

Wir frühstückten um 08:00 Uhr, weil für heute, Freitag, 28.06.2019 wieder Temperaturen um die 35 Grad angesagt waren. Es war sehr gut und reichlich und gleich danach ging es dann wieder auf die Piste, immer weiter ‚gen Atlantik.
27.-28.06.2019 – Interessiert? ….dann hier: https://www.hotelpessets.com/hotel/

 

Tag 5   Freitag, 28.06.2019

Von SORT aus starteten wir dann, immer nach dem Prinzip, dass wir Frankreich und Spanien gerecht werden mussten, nach BROTO. Eine Stunde Spanien, dann wieder zwei Stunden Frankreich.  Ständig auf der Suche nach noch mehr Straßenwindungen, nach noch mehr auf und ab, nach noch mehr Adrenalin-Windungen, die irgendein Kurvengott in den Asphalt gestempelt hatte. Diese Straßen sind mit so viel genialem Gripp gespickt, dass jede Rennstrecke zu einem langweiligen Gehweg mutiert! Und diese Windungen fanden wir an diesem Freitag auch, hier der Reihe nach:
– Port de la Bonaigua (2.072m)

– Col de Peyresonrde (1.569m) Die erste Pause


 

– Col Aspin (1.490m) Hier hatte sich unser Lu als „Q-Tröster“ bewährt!


– Col de Beyrede (1.417m)

– Col de Tourmalet (2.115m)  Der höchste asphaltierter Straßenpass der Pyrenäen!

  

– Col du Soulor (1.474m)

– Col de Aubisque (1.709m)   3 riesige Fahrräder schmücken die Colspitze.

  

 

– Puert del Portalet (1.794m)  Wir legten eine Erholungspause ein, um uns neu zu justieren!


So, genug geschwallt. Von SORT aus zogen wir am Freitag weiter zum Hotel*** Silken Ordesa in TORLA-ORDESA.
28.-29.06.2019 – Zum reinschauen hier: https://www.hoteles-silken.com/es/hotel-torla-ordesa/galeria/

Die letzten 30 Km vor unserem Zielort „Ordesa waren fast zu extrem für einen Tagesausklang. Eine in den Berg gemeiselte Rennstrecke verlangte unsere ganze Aufmerksamkeit. (siehe auf Video – eine Aufnahme, mit der wir dem Straßen-Gott danken wollen). Auf dem Rückweg hatte ich genau die selbe Strecke noch einmal eingebaut – einfach Hammerhart!


Hier   angekommen, wurde zuerst einmal bei einem (??) entspannten relaxt.
Nur nichts überstürzen, wir haben immerhin 340 Kurven-Kilometer hinter uns und am nächsten Tag mussten wir ja weiter – aber wohin uns die vor uns liegenden 350 km bringen sollten, mussten wir uns kurz vor dem Abendessen noch genauer ansehen!

Was uns sofort ins Auge stach, war die „Schlauchanlage“ die wir neben unserem Bike-Parkplatz fanden. Die mussten wir natürlich vor dem Essen noch ausprobieren und so kamen auch unsere Bikes endlich in den Genuss einer Dusche. 

Den Pool, auf den wir uns freuten, haben wir uns dann aber wegen Überfüllung (so viele Kinder hatten wir noch nie in einem Pool gesehen) verkniffen. Lieber ein Paar Bierchen, Duschen, Föhnen und dann leicht gepimpt (etwas Deo hat noch niemandem geschadet) zum Abendessen gegangen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (20 Uhr) haben wir es vorgezogen, im Hotel zu essen.

 

 

Tag 6  Samstag, 29.06.2019
Tja, und nun waren wir fast da, am Atlantik. Am Samstag, 29.06.2019 begaben wir uns mit leichten Umwegen zu unserem „Strandhotel*** Vacanciel La Fregate“ in BIDART. Den ganzen lieben langen Tag meinte es die Sonne sehr gut mit uns und ließ unsere Thermometer-Anzeigen wieder bis auf +37 Grad klettern. Wir begruben einige Col’s unter unseren Reifen und ließen viele Bergkämme hinter uns. Doch unsere „Kühe“ waren durstig und  deshalb wurde erst einmal getankt!

– Auf dem Weg zum Port de Larrau (1.573 m)


   
 




– Col de Bagargi (1.327 m)

 

So ca. 50 km vor BIDART wurde es wolkig und die Temperaturen fielen runter auf +20 Grad. (Ist auf den Bilder im Hintergrund zu sehen – absolut dunstig) Das gefiel uns schon deshalb nicht, weil wir am Sonntag einen Strandtag einlegen wollten. 

BIDART liegt zwischen Biarritz und San Sebastian direkt am Atlantik und wir hatten uns ein Hotel direkt am Strand ausgesucht. Der Ausblick vom Zimmerbalkon war supergenial. Wir hofften nur, dass das Wetter mitspielt – aber weit gefehlt – ausgerechnet der Atlantik empfing uns mit miesen +20 – +22 Grad und einem Wind, der typisch ist für diese Gegend ist. Aus dem geplanten Badetag wurde also nichts.


     

Doch wir waren im Motorrad-Himmel, also haben wir das Beste aus diesem „Schittwetter“ gemacht. Zuerst einmal wurde eine Wäsche aufgesetzt, d. h. wir haben unsere Unterwäsche, Strümpfe und sonstiges durchs Wasser gezogen. Dann natürlich die Gegend inspiziert, gut gegessen und in unserer Strandbar für Umsatz gesorgt!

Und dann sind wir in den Ort gezogen, um etwas zu Essen. Sehr selbst, denn außer gegrilltem Fleisch gab es auch andere feine Köstlichkeiten!
Alles direkt am Strand und super lecker!
29.06. – 01.07.2019 – Wer sich ein Bild machen möchte – bitte hier:https://www.vacanciel.com/hotel-vacanciel-bidart

Wir sind bis zum 05. Oktober in Urlaub.
Sorry – der Tour-Bericht wird erst danach fertig geschrieben und mit Bildern bestückt.

Tag 7  Sonntag, 30.06.2019
Obwohl das Wetter nicht einladend war, waren wir froh, über den eingebauten Ruhetag. Es war zwar eine kurze Tour von 260 km geplant, aufgrund unserer „miserablen Akkustände“ ließen wir diese dann aus. Das Hotel mit guter Atlantik-Aussicht war sehr schön und so ließen wir es besonnen angehen, besichtigten den Ort und genossen die kulinarischen Köstlichkeiten, z.B. Schnitzel, Pommes und Salat oder ein Cordon Bleu!!!!!? Die Sonne hat sich uns jedenfalls nur knapp 2 Stunden gezeigt – Asche auf ihr Haupt!

Vom enttäuschenden Atlantik ging’s am Montag, 01.07. wieder zurück ins Landesinnere. Und siehe da, in Pamplona war die Welt wieder in Ordnung.+ 32 Grad morgens um 11 Uhr konnten sich doch sehen lassen. Der kurze Stopp in Pamplona war ein MUSS. Das letzte Mal war ich hier Mitte September 1977 und ich kann sagen, die Stadt hat sich unglaublich verändert. Damals noch schnuckelig, hat sie sich heute zur Großstadt entwickelt in der es nur so von Menschen wimmelt – gerade wie in einem Ameisenhaufen.

Schade, dass wir das Stiertreiben durch die Stadt nicht mitbekamen, denn dieses Highlights fand erst eine Woche später statt. Bis zu unserer nächsten Unterkunft, dem Hotel**** Silken Ordesa in TORLA-ORDESA waren es immerhin 340 Km. Aber was uns dort erwartet, wussten wir ja von unserem letzten Besuch. Eine wunderschöne Altstadt und wir hatten uns bereits 3 Tage zuvor ein Restaurant ausgesucht, in dem wir dann abends essen gehen würden. Gesagt, getan! Vom Hotel zum Ortskern sind es nur 1,5 km und unseren Füßen tat dieser kleine Trip sehr gut.
01.-02.07.2019 – Sieht hier:
https://www.hoteles-silken.com/es/hotel-torla-ordesa

Nach entspannter Nacht, brachen wir am 02.07. auf zu unsere nächste Bleibe, anspruchsvolle 396 Kurven-Km weiter. Unser Ziel liegt südöstlich von Andorra in einem spanischen Berg-Dorf-Hotel*** La Calma de Bellver in BELLVER DE CERDANYA.

Die Lage und auch die Unterkunft sind historisch (altes Bergdorf auf einer Anhöhe) und super-alternativ mit genialem Flair. So ist die Unterkunft jedenfalls im Internet beschrieben. Das mit dem alten Bergdorf traf 100% zu. Die Unterkunft ließ schwer zu Wünschen übrig, war aber, das muss ich hier etwas ausführlicher beschreiben – einmalig!
Also: Wir kamen an und fanden die Adresse nach mehrmaligem Schauen. Die Eigentümer der Pension war aber nicht zu erreichen. Als wir anriefen, hörten wir im Inneren das Telefon klingeln – also keine Chance – eine echte „Internet-Unterkunft“. Wir schätzen ca. 7 Meter breit und 10 Meter lang – 2-stöckig. Es gab eine Eingangstür aus Holz und eine verschlossene Glastür im Flur. Im Flur hing ein Schlüsselkasten mit Türchen, das mit einem Code verschlossen sein sollte – war es aber nicht, denn die Tür zu diesem Kasten war offen. Wir sahen 4 Schlüssel. Da nach einer halben Stunde immer noch niemand da war, nahmen wir die Schlüssel, mit der auch die Glastür zu öffnen war. Nun waren wir im Inneren des Hauses und schauten uns alle vier Zimmer an, die diese Pension zu bieten hatte und räumten unser Gepäck ein. Im Eingangsbereich (gleich hinter der Glastür war eine kleine Theke und 4 Tische. Hier machten wir es uns erstmal gemütlich. Aber es gab ein Problem – wir hatten nichts zu trinken! Wir schauten hinter die Theke und was sich da fand, beruhigte uns. Es gab eiskaltes Dosenbier, Cola, Fanta, usw. Wir stöberten alles durch und fanden viele Dinge: Besteck, Papiere, ca. 150€ Bargeld, usw. Dann fand Lu eine weitere Telefonnummer, die wir dann anriefen und siehe da – die Besitzerin meldete sich und war ganz überrascht, dass niemand vor Ort war. Sie gab uns dann noch unsere Zimmernummern durch und empfahl uns die einzige Restaurant, das an diesem Dienstag offen hatte. Also ab zum Duschen und dann „runter“ (der Dorfkern liegt auf einem Hügel) zum Essen. Das empfohlene Restaurant wiederum war sehr gut und wir genossen den Abend. Wir können nur sagen, diese Pension ist zwar verhältnismäßig günstig aber nicht empfehlenswert.

Die Fahrerei an diesem Tag gestaltete sich wieder sehr heiß – +36 Grad sind trotz Textil-Sommeranzüge schon mal eine Ansage.
Strecke:
– .
02.-03.07.2019 – Wer reinschauen möchte – hier:
https://www.lacalma.com/ 

Von hier aus ging es zurück zur Zivilisation – direkt ins Touristengewimmel nach Frankreich nach „SAINTES-MARIES-DE-LA-MER“. Wir hatten im Hotel*** Thalacap Camargue gebucht. Warum – weil das Hotel fast direkt am Meer liegt und unsere Mopeds trotzdem sicher abgestellt waren!
03.-04.07.2019 – Einen kleinen Einblick gibt es hier: https://www.thalacap.fr/fr/hotel

Und auch für die Rückfahrt hatten wir einen Plan – wir nahmen uns die höchsten aller Alpenpässe – die Seealpen vor, die der ein oder andere von uns zwar schon mal befahren hatte, aber damals bei einem solchen Scheißwetter, dass ein 2. Anlauf sicher nicht schaden sollte. Jeder Berg hat seine 2. Chance und deshalb versuchten wir es einfach noch einmal! Und siehe da, wir wurden belohnt – toller Sonnenschein und super Temperaturen belohnten unser Dasein!

          

Dann wurde  es Zeit in Richtung Heimat zu steuern und wir verließen die Küsten Frankreichs endgültig und bewegten uns gen Seealpen – zum Biker-Paradies von Mitteleuropa. Zu den höchsten befahrbaren Erhebungen der Alpen schlechthin. Die Richtung war vorgegeben und wir steuerten geradewegs auf unsere B&B-Pension „Coins du Monde“ in Chateauroux-les-Alpes zu. Direkt in den Nationalpark eingebettet, liegt die Pension idyllisch eingepasst am Berg. Gott sei Dank war die Pension gut beschildert, denn unser Navi fand zwar die Straße, hatte aber die Pension nicht auf dem Radar!

Jean-Cloud erwartete uns bereits und die erste Runde Bier gab er dann auf der aussichtsreichen Veranda aus. Die Eheleute hatten sich 2015 entschieden, aus der kleinen Auberge eine gemütliche Bleibe für Wanderer, Mountainbiker und natürlich Motorradfahrer zu machen. Und der Chef des Hauses kocht (wenn die Gäste möchten) vor aller Augen in der offen gestalteten Küche mit Wohnraum, noch selbst. Einfache Hausmannskost schmeckt uns immer wieder super! Und die Zimmer waren riesig und picobello sauber.

AIn den Seealpen hast Du immer grippige Straßenbeläge und wunderschöne Ausblicke. Hier die wichtigsten:
– Val de Meonge (zwischen Sederon und Riebiers)
.
04.-05.07.2019 – Näheres hier:
https://www.booking.com/hotel/fr/coins-du-monde-chateauroux2.de.html

Ja, jeder Spaß hat mal ein Ende und am 05.07.2019 fuhren wir unsere letzte Unterkunft auf dieser Reise an – nach Leysin (CH) zur Pension „Les Chambres et Roulottes des Noisetiers“ in die gute alte Schweiz. Unterwegs gab es allerdings auch wieder viel zu sehen:
– der kleine St. Bernhard
.
05.-06.07.2019 – Mehr gibt es hier: https://www.lesnoisetiers.ch/ 

Mit einer gigantischen Aussicht, individuell eingerichteten Zimmern, einem Jacuzzi (war leider nicht zu nutzen) und einem sensationellen Frühstück schlossen wir diese 13-tägige „Sause“ ab. Die Pension ist ein umgebauter Bauernhof. Die Zimmer sind sehr schön, alle mit Balkon, super sauber und gemütlich. Zu Abend gegessen konnten wir auf der Terrasse bei wunderbaren 27 Grad. Hier kocht der Chef noch selbst, allerdings gab es keine große Auswahl, denn er bietet nur ein 3-Gänge-Gericht an.  Alles war sehr schmackhat und wir haben das Essen, allerdings nicht den Preis des Weines genossen!

…………und wir freuen uns schon heute auf das nächste Jahr, denn eine Steigerung ist zwar unwahrscheinlich, aber immer drin. Ob es dann wieder 13 Tage sein müssen, lassen wir einmal dahingestellt !
>                                                                                 >>>>>>>Ziel: KROATIEN<<<<<<<                                                                                          <

Hier unsere Planungsübersicht als Excel-Datei: 2019-06-24 Planung Pyrenäen-Tour-2019 Version20190412.

Eines haben wir uns bereits heute vorgenommen: Falls es noch einmal eine 13-tägige Tour geben sollte, werden wir nicht nur einen Ruhetag, sondern mindestens drei Pausentage einlegen, denn 4.512 Kurven-Km zehren ohne gezielt eingesetzte Ruhezeiten dermaßen am Nervenkostüm, dass Konzentration und der Spaß am Biken darunter leiden könnten.

Wer war dabei: Heigoo, Ralf, Jürgen, und ein Neuling in unserer Clique, der Lu aus dem fernen Wittislingen.

Ausführliches Bildmaterial folgt demnächst!

2019-01-10/2019-06-16/2019-07-17 / JR

Biker No.

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